Vereinschronik

 

Das „Landhaus“, 30 Jahre Vereinslokal des Rassegeflügelzüchterverein Annaberg 1845 e.V.

Auszug aus der Chronik

In der Vorstandssitzung am 07.09.1974 wird erwähnt, dass Zuchtfreund Weigelt seinen Garten zum Jahresende aufgibt und dass dieser nicht weiter vergeben werden soll, da dieses Grundstück für den geplanten Spartenheimneubau vorgesehen ist.

Dazu wird ein Ausschuss gegründet. Der geplante Bau des Spartenheims wird in der Vorstandssitzung am 05.01.1975 konkreter. Es werden Gespräche, sowohl mit dem Stadtbauamt als auch mit den Grundstückseigentümern (Familie Schuster), geführt.

Am 05.04.1975 wird in der Monatsversammlung der Bau des Spartenheims im Weigelt-Garten einstimmig beschlossen.

Man einigt sich darauf, den Bau in Eigenleistung durchzuführen. Weiterhin wird festgelegt, dass in der Farm I der erste Garten links zum Parkplatz für die Mitglieder umgebaut werden soll. Die Mitglieder werden aufgefordert, sich an den Baumaßnahmen tatkräftig zu beteiligen.

In der Vorstandsitzung am 06.05.1976 wird darüber informiert, dass nach langen Verhandlungen der Bau des Spartenheims vom Bauamt Karl-Marx-Stadt endlich genehmigt wurde. Außerdem erfolgt eine Zuweisung von 300 Ziegeln und 300 Hohlblocksteinen.

Bis Ende 1976 liegt noch keine Genehmigung für einen Kredit zum Bau des Spartenheims vor, es werden aber trotzdem schon enorme Anstrengungen unternommen, um das Baumaterial heranzuschaffen. Am 05.03.1977 wird beschlossen, mit dem Aushub für das Spartenheim zu beginnen.

Da bis zum 11.05.1977 der Kredit noch immer nicht bewilligt ist, erklären sich die Vorstandsmitglieder (Mauersberger, Walter; Schwarz, Isa; Brückner, Manfred; Brückner, Uwe; Huschmann, Renate; Kreher, Gerhard) bereit, ein vorübergehendes Darlehen an die Sparte zu geben. Das Geld wird für die Beschaffung des Baumaterials verwendet.

Weiterhin wird erwähnt, dass die Genehmigung für Bierausschank erteilt wurde. In der Vorstandssitzung am 28.06.1977 wird berichtet, dass der Kredit nun endlich genehmigt wurde.

In der Zwischenzeit ist der Bau durch tatkräftige Unterstützung vieler Spartenmitglieder schon weit vorangeschritten. Vom Rat der Stadt erhält die Sparte die Genehmigung, die Ziegel vom Riemann-Scheunen-Abriss (diese befanden sich hinter dem Feldschlösschen stadtauswärts) zu verwenden, was für den Bau sehr günstig ist.

In der Monatsversammlung am 16.07.1977 wird ein Zwischenbericht über den Spartenheimneubau gegeben: 2174 bisher geleistete freiwillige Stunden, bisherige Kosten für Baumaterial: 24000 Deutsche Mark. Ein Thema während der Baumaßnahme ist immer wieder fehlendes Material sowie Fachkräfte. So wird zum Beispiel in der Versammlung am 29.08.1977 darüber berichtet, dass es an Sand fehlt und dass ein Klempner für die Dachrinne gefunden werden muss.

Der Spartenheimbau geht weiter voran. Ende 1977 wird der Rohbau des Spartenheims nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit fertig gestellt. In der Vorstandssitzung am 12.04.1978 wird darüber informiert, dass sowohl Sand als auch Ziegel fehlen. Vom Kreisverband wird ein Kontingent von 1600 Ziegeln zur Verfügung gestellt.

Weiterhin werden Verhandlungen mit der Wasserwirtschaft wegen des Anschlusses und mit der Post wegen des Fernsprecheranschlusses geführt. In der Monatsversammlung am 01.07.1978, welche erstmalig im provisorischen Spartenheim stattfindet, gibt es eine rege Diskussion über die weitere Fortführung des Baus.

Man stellt fest, dass die Arbeit oft nur auf denselben Schultern lastet und nicht von allen getragen wird. Die Mitglieder sind durch bisherige Arbeitseinsätze etwas „müde“. Es wird beschlossen, dass Zuchtfreund Staub die weitere Organisation übernimmt. Weiterhin wird informiert, dass die Bewirtschaftung des Spartenheims durch Spartenmitglieder übernommen werden soll. Um Bewerbungen wird gebeten.

Am 30.04.1979 wird das neugebaute Spartenheim durch eine Feierstunde offiziell eröffnet. Gäste sind neben den Mitgliedern des Vereins auch der Rat der Stadt, Nationale Front, Rat des Kreises, Kreisverband und die freie Presse.

In den Unterlagen findet sich ein Schreiben des damaligen Vorsitzenden Fritz Baldauf: „Beim Bau unseres Spartenheimes wurde oberhalb der Grundmauer über der neunten Ziegelreihe eine Glasdose mit einem Schriftstück folgenden Wortlauts eingemauert: Der Bau dieses schönen Spartenheimes der Sparte Rassegeflügel 1845 Annaberg begann im März 1977. Der Bau wurde unter großen Schwierigkeiten durchgeführt, da das Geld nicht immer zur Verfügung stand.

Es wurden von unseren Mitgliedern viele tausend Stunden freiwillige Arbeit geleistet und von allen große Opfer gebracht. Wir bitten unsere nachfolgenden Zuchtfreunde, dieses Spartenheim zu erhalten und zu pflegen. Zum Wohle unserer schönen Rassegeflügelzucht: GUT ZUCHT!“

 

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